Reise 3 - September / Oktober 2016


Auf dieser Tour standen der Süden von Namibia und ein Wochenende in Kapstadt auf dem Programm.

 

Die Planung und die Buchungen waren bereits im März erledigt. Die Terminplanung für den 2-Jahres-Check und die Verlängerung der Validerung war mit Flugschule und DCA fixiert. Diesmal also "stresslose" Ferien vom 1. Tag an.

 

Neu war diesmal, dass sich kurzfristig Freunde entschieden die Reise mit uns machen zu wollen. Somit stand nochmals eine Validation und die Suche nach einem geeigneten Flugzeug als Herausforderung an.

 

Im Vorfeld wurden rechtzeitig alle administrativen Schritte erledigt. Viele Stunden waren notwendig um die notwendige Reiseplanung im Detail zu erstellen. Wenige Tage vor der Abreise noch die letzen Details besprochen - unsere Freunde reisten nach Windhoek - und noch die letzten Informationen betreffend Validation verarbeitet.

 

Sa/So 24./25.09.2016
Flug Genf - London Heathrow - Johannesburg - Walvis Bay
und mit dem Taxi nach Swakopmund.
 Für drei Nächte als "Wiederholungstäter" im Namib Guesthouse. Der ideale Punkt für den Start und das Ende einer Namibienreise. Möglichkeiten zum EInkaufen, Apéro auf der Jetty und Abendessen in der Tiger Reef Beach Bar, ...

Montag 26.09.2016
Diesmal Stand eine Kanutour mit Seelöwen auf dem Programm.
Während ich meinen Checkflug absolvieren wollte genoss Brigitt hautnah die Seelöwen.
OVC1200 ... bedeutete eine geschlossene Wolkendecke auf 1200 Fuss über Grund ... somit konnten wir diverse Landungen (0-Flaps, Notlandungen, ...) und ausser Stalls alle restlichen Skills abarbeiten. Schon beim Run-Up leuchtete die Generator-Lampe (Ladekontrolle) bis zu einer Drehzahl von 2000RPM auf, das heisst die Batterie wird nicht korrekt geladen und ein längerer Flug wäre so nicht möglich gewesen. Es erfolgte am gleichen Tag die Reparatur - nur ein Kontaktfehler!  Am folgenden Tag war unsere C182 - V5-CPP für einen Rundflug gebucht. Nach einem Strandspaziergang mit Daunenjacke und langen Unterhosen genossen wir das Abendessen im Europahof.

Dienstag 27.09.2016
Das Wetter war optimal - 15.00h Checkflug, blauer Himmel / Windstill / angenehme Temperaturen
Am Vormittag machten wir noch eine Wüstentour (Gekkos, Spinnen, Chamäleons, ...) unglaublich welche Tiere unter unseren Füssen knapp von Sand bedeckt leben.
Rechtzeitig am Flugplatz angekommen erfuhren wir, dass es nicht nur ein Kontaktfehler war sondern doch der Alternator defekt war. Die Reparatur unseres V5-CPP musste nun express erledigt werden und der Checkflug musste ebenfalls neu terminiert werden.
Neue Fragen!
Hält das Wetter, hat der Fluginstruktor Zeit und wird die Reparatur fertig? Späteste Abreise zu unseren ersten Ziel - Windhoek - musste am Folgetag um spätestens 16.30h erfolgen.
Alles scheint bestens, wir sollten um 10.00h am Flugplatz sein. Checkflug und los geht's!
Wir genossen den hoffentlich "letzten" Abend in der Tiger Reef Beach Bar.

So sah es um 10.00h um 12.00h und um 13.00h aus.

Checkflug war nur noch um 14.00h möglich, danach war der Instructor wieder verbucht.

 

Also Mittagspause durcharbeiten und und und .... um 13.30h war unsere V5-CPP flugbereit.

 

Flugzeug packen und noch den Checkflug Teil 2 mit drei Landungen (keine Stalls?) und ich hatte meinen Stempel für die Verlängerung der Validation.

 

Tanken, Adminstratives und Tschüss!

Ein entspannter Flug nach Windhoek folgte.


Donnerstag 29.09.2016
Nach dem Morgenessen folgte ein kleiner Spaziergang zur DCA - Stelle für Lizenzierungen - Gebühr CHF 7.70 - und ich hatte meine Verlängerung und die Lizenz zum Fliegen.
Unsere Freunde hatten gleichzeitig eine Woche für die Validation in Windhoek eingeplant. Das sich alles (Hotel, Flugplatz, Flugschule und Hotel im Umkreis von 10 Minuten befand, dachte niemand an Schwierigkeiten.
Aber!
Seit Montag hin- und hergeschickt zwischen Flugschulen, Instruktoren und Vermietern, unzähligen Telefongesprächen erfuhren wir in letzter Minute, dass es mit der Validation und somit dem Charter für ein 2. Flugzeug schlecht aussieht. Nach allen Optionen und Gesprächen mit Kennern der Szene entschieden wir uns an Stelle des 2. Flugzeuges ein Auto zu mieten. Leicht frustriert begannen wir dann am nächsten Tag wie geplant unsere Tour.

Freitag 30.09.2016
Auto holen, Kanister mieten und ab. 1x Auto 1x C182
Flug bzw. Fahrt nach Mariental und weter zur Lapa Lange Lodge. Wunderbare Lodge mit Wasserloch SPA, herrlicher grüner Rasen und Pool. Etwas dekadent? Nein! Wasser für die Begrünung und das Wasserloch ist schon einmal durch das Hotel geflossen - also gebrachtes Wasser.
Am Abend sahen wir vom Bungalow aus noch Oryx, Löwen, Giraffen und Nashörner am Wasserloch.
Mit einem oder zwei Windhoek Draft genossen wir den Sonnuntergang auf der Terrasse.

Samstag 01.10.2016
Ein wirklich relaxter Tag
  • Fotosession - Sonnenaufgang
  • Morgen-Game-Drive
  • Sundowner-Gamedrive
Flugplanung für den nächsten Tag.

Sonntag 02.10.2016
Über die Schönheiten der Kalahari hinweg flogen wir zur Kalahari Game Lodge. Unterwegs trafen wir uns mit unseren Freunden für ein Fotoshooting (siehe Foto links)
Wieder lag ein spannender Airstrip vor uns. Direkt bei der Lodge, leicht zu finden und in sehr gutem Zustand, aber ...
Länge 1500m, Breite 8m
Schotter pompiert
links und rechts ein "Strassengraben"
Nach einem tiefen Überflug - Pistenzustand? Tiere? - flogen wir die Volte über die Lodge und landeten sicher auf FYKE. Kaum war unser CPP versorgt, stand auch schon das Auto für den Transfer zur Lodge bereit.

Montag 03.10.2016
Morning-Game-Drive zu den Löwen und vielen anderen Tieren. Sehr Interessante Details erfuhren wir durch unseren Guide. Insgesamt leben hier 15 Löwen.
Am Nachmittag folgte dann ein kleiner Rundflug die RSA-Grenze entlang nach Mata-Mata und über die Kalahri mit Salzpfannen und Tierherden hinweg wieder zurück.
Nun kam scheinbar das 1. Mal Heimweh auf und der Ruf nach Käsefondue laut, leider war das unmöglich und so vergnügten wir uns beim Jassen (Schieber) und einigen Hansa Lager.
Ein Sundowner-Walk rundete diesen Tag ab und wir freuten uns auf den nächsten Tag und die Tour via Mata-Mata nach Südafrika.

Fuelplanung

Anmerkung: Fuel = verbleites Flugbezin - sogenanntes AVGAS100 - Farbe blau nicht zu verwechseln mit Blue Curaçao :-)

Das war auf diesem Trip die Knacknuss. Unsere CPP hatte nur eine Fuelkapazität von 65gal und pro Flugstunde mussten wir mit 12-13gal kalkulieren.

Im Süden von Namibia ist Fuel Mangelware und nur sehr schwierig zu bekommen und es gibt nur private Depots. Aber wo und bei wem gibt's Fuel.

Wir organisierten Depots, dorthin wurdeAVGAS100 im Fass aus Windhoek per Bahn angeliefert. Dort konnten wir nach Bedarf unseren CPP betanken.

Wir haben zu unserer Freude wieder Leute mit Fuel-Depots und eigenen Landestrips kennengelernt.

Insgesamt hatten wir 2x200Liter Fässer und einige 20Liter-Kanister zur Verfügung. Tanken konnten wir auch ab Tankstellen in Swakopmund, Windhoek Eros und Lüderitz. Am teuersten war AVGAS100 aus dem Fass für CHF 1.75 pro Liter.


Mittwoch 05.10.2016
Ein kurzer Flug nach Keetmanshop folgte. Seit einigen Wochen ein unkontrollierter Flugplatz, aber alles was man so braucht - ausser Fuel - ausgenommen vom eigenen Depot.
"Full/Full-Tanken"
  • Warzenschwein im Restaurant
  • Spaziergang im Köcherbaumwald
  • Klettern im Giants Playground
  • Übernachtung im Hotel Seeheim

Ein spannender Aktivtag!


Donnerstag 06.10.2016
Flug nach Alte Kalköfen und wir haben mal wieder den Flugplatz gesucht - falsche Koordinaten auf der Karte und im AIP ... wir hatten Anleitung zum Anflug per Funk von der Lodge und fanden ein neuen und bestens gepflegten Airstrip. Eine Bonanza stand auch schon da.
Unsere Freunde waren auch schon am Airstrip angekommen. Umladen und weiter ging es nun zu 4. nach Lüderitz.
Mit unserem alten Bekannten besuchten
  • Kolmannskoppe (versandete Diamantenstadt)
  • Mittagessen im Nesthotel direkt am Atlantik
  • Stadtrundfahrt
  • Rückflug nach "Alte Kalköfen"

Freitag 07.10.2016
Tag der Trennung ... unsere Freunde fahren nach Sossouvlei zu den weltbekannten Dünen und ins Death Valley.
Wir fliegen weiter zum Fish-River-Canyon.
Fish-River-Canyon-Lodge und -village sind unser Daheim für die nächsten 4 Nächte.

Samstag 08.10.2016
  • Fish-River-Canyon Morgenfahrt (Sturm und eiskalt)
  • Sundowner
Der Canyon ist der älteste und zweitgrösste der Welt mit 80km Länge und einer Tiefe von 550m.
Während der Wintermonate werden mehrtägige Touren bis Ais-Ais angeboten.

Sonntag 09.10.2016
  • Sunrise-Walk
  • Übersiedlung ins Fish-River-Canyon-Village
  • Fish-River-Canyon Abendfahrt mit Sundowner

Montag 10.10.2016
  • Morning-Walk (4 Stunden)

Dienstag 11.10.2016

  • Flug nach Lüderitz

über den Fish-River-Canyon bis zum Oranje und diesen entlang Richtung Atlantikküste und dann weiter Richtung Norden nach Lüderitz zum Tanken.

Das war wegen dem Sandsturm aber nicht möglich.

Wir warteten noch ca. 3 Stunden, aber der Wind nahm eher zu - RWY22 Wind aus 180° mit 28kt und Böen bis 38kt. Jetzt sollten wir abfliegen, denn der Sand hob immer mehr ab und die Sicht wurde immer schlechter.

Also Weiterflug nach Aus und ins Hotel Bahnhof.


Mittwoch 12.10.2016

Nächster Flug nach Lüderitz zum Tanken. Trotz starkem Wind bleibt der Sand am Boden und voll ist der Tank.

  • Aus und Umgebung
  • sensationellester Sundowner ever

Donnerstag 13.10.2016

  • Morgenausflug zu den Wildpferden (Oryx, Strausse)
  • Flug nach FYSM über's LKW-Wrack
  • Soussovlei / Death Valley
  • Längster und heissester Flug
  • Aus Airstrip: 45°C in 4500ft

Zwischendurch noch einige Rundflüge, Foto- und Videoflüge an verschiedenen Orten.

 

Zum geplanten Sunrise-Flug haben wir es aber wieder nicht geschafft.


Freitag 14.10.2016

  • Morgenspaziergang in Swakopmund
  • Flug nach Kapstadt
  • Abendessen bei "Believe it or not" - Waterfront

Samstag 15.10.2016

  • Marktbesuch - Beach Road
  • Rundfahrt mit Taxi
  • Schifffahrt zu den Seelöwen Hout Bay
  • Kap der Guten Hoffnung
  • Pinguine - Simon's Town

Sonntag 16./17.10.2016

Morgenspaziergang Waterfront

Flug Johannesburg - London - Genf

 

Eine wunderbare Reise ist zu Ende.

 

 Auf der Bahnfahrt Genf - Biel - Nidau bemerkte ich, dass ich noch ca. 1000 N$ besitze.

 

Was das wohl bedeuten soll?